Auf dem rechten Weg!

„Dammbruch“ war der von allen Seiten bemühte Kernbegriff zur Deutung der Ereignisse rund um die Wahl und Abdankung des Ministerpräsidenten Kemmerich in Thüringen. Sie sind auch ein Dammbruch, jedoch kein Dammbruch der Machtverhältnisse, an denen sich in den letzten Tagen rein gar nichts geändert hat, sondern ein Dammbruch der Erkenntnis. Die letzten Tage haben ins grelle Licht der weitesten Öffentlichkeit gehoben, was bislang nur in Kreisen der aufgeweckten patriotischen Opposition wahrgenommen wurde. Nunmehr ist für jedermann unabweisbar:
 
1. Die CDU ist nichts mehr von dem, was sie einst war.
 
Die Wahl des Globalisierungslinken Ramelow, der beim Anblick von Wohlstandsmigranten so sehr in Verzückung gerät, daß er spontan unverstandenes Arabisch nachlallt, wäre für die CDU-Führung kein Problem gewesen. Aber ein FDP-Kandidat wird zum Problem, sobald er unter anderem mit den Stimmen der AfD gewählt wird. Halten wir fest: Hier hat kein AfD-Kandidat auch nur eine Stimme der CDU bekommen, und kein CDU-Kandidat auch nur eine Stimme der AfD, sondern beide haben nur nebeneinander einen FDP-Mann gewählt, doch allein das war für die CDU-Führung schon zu viel der Nähe zur AfD – eine AfD, die bei Lichte besehen heute sogar noch weniger nationalkonservativ und mithin problematisch (aus Sicht des linksliberalen Establishments) auftritt, als es beispielsweise ein Alfred Dregger (CDU) einst gewesen ist.
 
Dies zeigt aller Welt: Die Verlautbarung der CDU, gleich weit entfernt von den politischen Rändern in der schönsten Mitte zu stehen, sind reines Verblödungsgeschwätz, um Delegierte ruhig zu halten und Wähler zu binden. In Wahrheit haben wir es mit einem gleichgeschalteten Block von der CDU bis zur Linkspartei gegen die AfD zu tun. Das heißt: Wer CDU wählt, bekommt den auf die perversest denkbare Weise „linken“ Fürsten Ramelow.
 
2. Keine Verschwörungstheorie: Die Macht wird von oben nach unten ausgeübt.
 
Die Zentralen der Altparteien sind zum Äußersten bereit und setzen ihren Willen mit diktatorischer Kompromißlosigkeit und Brutalität durch. Zur Not hätte man ganze Landtagsfraktionen und Landesverbände ausgeschlossen. Niemand schreckt vorm Durchgriff zurück. Gerade dieses Verhalten bestätigt auf zynische Weise die Kritik der AfD, daß allem demokratischen Anschein zum Trotz das Wesentliche der herrschenden Agenda von oben nach unten diktiert wird.
 
Repression freilich hat in der Menschheitsgeschichte langfristig noch nie zum Ziel geführt, sondern nur weitere Eskalationsspiralen in Gang gesetzt. CDU- und FDP-Mitglieder in Thüringen werden sich jetzt vor drei Alternativen gestellt sehen: Austritt, innerparteiliche Rebellion oder Zuwarten mit geballter Faust. Was sie auch tun: Jede Variante stärkt die AfD. Sogar in der AfD dürften angesichts des offen diktatorischen Gestus einige, die im Selbstzweifel waren, ob unsere Kritik nicht vielleicht doch überzogen sei, und die sich auch heimlich gewünscht haben dürften, nicht recht zu behalten, sehr darüber staunen, wie recht wir doch hatten mit unseren Analysen und unserer Kritik. In der CDU und der FDP in Thüringen staunen garantiert noch mehr.
 
3. Die Globalisierungslinke gibt den Ton an.
 
Landtagspräsidenten und sonstige Amtsträger der Altparteien, die in den letzten Jahren gar nichts dagegen hatte, mit den Stimmen der AfD gewählt zu werden, taugen nicht zur Verteidigung Kemmerichs. Wer mit solchen Kronzeugen auftrumpfen will, verkennt die Lage. Würde die AfD ihre Stimmen der herrschenden Agenda opfern, hätte daran natürlich niemand etwas auszusetzen. Selbstverständlich hätte Ramelow kein Problem damit, von der AfD gewählt zu werden. Es geht nicht um die Stimmen der AfD, sondern um das, wofür sie eingesetzt werden.
 
In Thüringen erfolgte die Wahl von Kemmerich gegen Ramelow. Im Block der Altparteien zeigte sich ein Riß, und die AfD setzte dort den Keil an. Die Abstimmung war eine Rebellion gegen eine Figur, die wie kaum eine andere die herrschende, und zwar altparteiübergreifend herrschende Agenda repräsentiert. Die Wahl von Kemmerich war Sand im Getriebe. Sie verhieß, wenn auch noch nicht einmal einen Stopp der von Ramelow vorangetriebenen globalistischen Transformation, so doch eine planwidrige Drosselung ihre Geschwindigkeit oder auch nur eine nicht gewünschte Akzentverschiebung. Kemmerich stand für die Möglichkeit, daß CDU und FDP tatsächlich eine Politik machen, die sich vom globalistischen Diktat unterscheidet und irgendwie ihrer konservativen und liberalen Prägung entspricht. Doch eben das durfte nicht sein. Der konservative Anspruch der CDU und der liberale Anspruch der FDP haben Fassade zu bleiben, sollen Wähler locken, dürfen aber niemals gegen die globalistische Agenda ins Feld geführt werden.
 
Die Globalisierungslinke läßt sich einen solchen Akt des Widerstands nicht gefallen. Einmal eroberte Stellungen werden nicht aufgegeben, Begriffsverschiebungen nicht rückgängig gemacht. Die Globalisierungslinke akzeptiert kein Zurück, erst recht nicht in Thüringen, wo sich aus deren Sicht die Chance bietet, die noch bestehende deutsche Kulturhegemonie im Osten durch die zweite Regierungsperiode eines Bodo Ramelow nachhaltig aufzubrechen.
 
4. Nicht die AfD, das Establishment hetzt.
 
„Bei aller verschmähten Liebe! Beim höllischen Elemente! / Ich wollt, ich wüßte was Ärgers, daß ich’s fluchten könnte!“ So tobt Mephisto in Goethe Faust und so ähnlich rangen die Schreiberlinge der Leitmedien nach Kraftworten, um Flüche gegen die AfD zu schleudern. Von Hitler, Tod, Teufel, Schande, Arschloch und Faschismus war die Rede. Da fand man widerlich, schäbig und unverzeihlich, was das Zeug hält. Das Ganze war ein in seiner Heftigkeit noch nie erlebter Überbietungswettbewerb – so maßlos, daß jeder, der schon einmal im wirklichen Leben einem AfD-Mitglied begegnet ist (und das werden immer mehr), erkennen mußte: Es stimmt nicht. Und also stimmt hier etwas nicht. Die Attribute haben keinerlei Entsprechung in der Realität. Es ist Ausdruck reiner, hilfloser Wut. Hier wird gehetzt. Die Hetzer sitzen also nicht bei der AfD, die Hetzer sitzen auf der anderen Seite. Das Establishment hat keine Argumente mehr, sondern nur noch Phrasen und Totschlagbegriffe. Es hat sich entlarvt.
 
5. Die AfD ist die einzige Alternative
 
Wer die AfD bislang verdächtigt hat, sie sei eine Scheinalternative, eine CDU-Ausgründung, deren Zweck darin besteht, ein Sammelbecken für den patriotischen Protest zu bilden, wo er sich totlaufen kann, der wurde eines Besseren belehrt.
 
Wäre dem tatsächlich so, wäre der Widerstand wohl kaum so heftig ausgefallen. Niemand im Establishment zieht irgendeine Variante der AfD auf irgendeine Weise als Partner in Betracht. Sogar die denkbar schwächste Form der Beteiligung an der Macht – die Wahl eines Altparteienministerpräsidenten durch die Stimmen der AfD, der nach der Wahl sofort erklärt, sich durch diesen Umstand gegenüber der AfD zu nichts verpflichtet zu fühlen, und jede Zusammenarbeit ausschließt – ist dem Establishment unerträglich. Selbst eine bedingungslos hergeschenkte Unterstützung darf also nicht angenommen werden. Sie reagieren darauf überempfindlich und reizbar wie orientalische Hitzköpfe, die jeden Blick in Richtung ihrer Vollverschleierten als tödliche Ehrverletzung betrachten.
 
Wir sollten sie beim Wort nehmen. Wenn die Forderungen der AfD, also die Forderung etwa nach einem Ende der zügellosen Masseneinwanderung, die Forderung nach einem Erhalt der Nationalstaaten in Europa, die Forderung nach einer Energiepolitik, die vom Interesse der Bürger ausgeht statt Utopien hinterherzujagen, die Forderung nach einer Rückkehr zur stabilen deutschen Mark etc. etc., wenn all diese Forderungen, die zur Gänze nicht mehr wollen als eine Rückkehr zu dem, was noch vor wenigen Jahrzehnten in dieser Republik allgemein anerkannt war, wenn diese ausgewogene und für breite Schichten anschlußfähige Politik zum Wohle des deutschen Volkes, wenn das Faschismus (!) sein soll, dann muß das, was nach dem Ermessen derer, die so urteilen, normal, gut und recht sein soll, in Wahrheit abgrundtief pervers sein, weil nur von dieser Perversität aus die normalen und gesunden Forderungen der AfD solche Reaktionen rechtfertigen.
 
Und so ist es ja auch: Sie geraten außer sich, weil sie wissen, daß wir die nicht mehr steigerbare Perversität ihrer Politik gegen die Interessen der Bürger entlarven. Das wiederum bestätigt uns darin, daß wir auf dem rechten Weg sind! Und so steht fest: Wie die Sache in Thüringen auch ausgeht, die AfD geht daraus gestärkt hervor.
 
Hans-Thomas Tillschneider

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