Ich wünsche allen Landsleuten eine frohe, besinnliche, deutsche Weihnacht!

Liebe Landsleute,

heute feiern wir Heiligabend. Vor drei Tagen haben wir Wintersonnwende gefeiert. Ich sehe in beidem keinen Widerspruch, denn auch in unserem deutschen Christentum steckt viel Vorchristliches, das unsere deutsche Weihnacht erst zu dem gemacht hat, was sie ist.

Es ist ein uraltes Fest, das mal so, mal so gedeutet wurde, doch in unserem Land immer das eine große Fest des Jahres geblieben ist. Weihnachten, die geweihten Nächte, und die Tage bis zu Neujahr, die Rauhnächte nach germanischer Überlieferung, das ist eine Zeit des Nachdenkens und Nachsinnens, eine Zeit, in der das ganze Leben und so auch die Politik innehält.

Wir brauchen diese Tage, um Abstand zu nehmen von den Kämpfen und den Geschäften des Jahres und im Anknüpfen an uraltes Brauchtum Ruhe zu finden.  Ich wünsche allen Mitstreitern, daß sie diese besondere Zeit nutzen können, um Kraft zu schöpfen und in einem immer hektischer und oberflächlicher werdenden Leben wieder Halt zu gewinnen. Wer auf Abwege geraten ist, dem wünsche ich, daß er Orientierung findet und die kleinen Ziele nicht über die großen Ziele stellt.

Auf uns warten 2019 große Aufgaben: Europawahl, und noch wichtiger die Kommunalwahl. Wir müssen unsere Partei stark machen und gegen ihre Feinde, wo auch immer sie lauern, verteidigen. Wir werden Spaltungs- und Abspaltungsversuchen abwehren und viel Kraft aufwenden müssen, um die Zerreißproben zu überstehen. Möge es uns mit Gottes Hilfe gelingen!

Wir sollten jetzt aber auch nicht zu viel daran denken, denn noch ist Weihnacht und Rauhnacht. Und deshalb will ich meinen Weihnachtsgruß ganz und gar unpolitisch mit meinem liebsten Weihnachtsgedicht schließen. Es stammt von Rainer Maria Rilke und lautet so:

„Der Abend kommt von weit gegangen
durch den verschneiten, leisen Tann.
Dann presst er seine Winterwangen
an alle Fenster lauschend an.

Und stille wird ein jedes Haus;
die Alten in den Sesseln sinnen,
die Mütter sind wie Königinnen,
die Kinder wollen nicht beginnen
mit ihrem Spiel. Die Mägde spinnen
nicht mehr. Der Abend horcht nach innen,
und innen horchen sie hinaus.“

Frohe Weihnacht!

Ihr Hans-Thomas Tillschneider

 

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