Kramp-Karrenbauer – schlecht für die CDU, schlecht für die AfD, schlecht für Deutschland!

Nachdem die CDU Annegret Kramp-Karrenbauer zu ihrer neuen Vorsitzenden gewählt hatte, brach in weiten Teilen der AfD ein großes Frohlocken an. Kramp-Karrenbauer werde als eine Art Merkel-Surrogat weiter Wähler und Mitglieder zur AfD treiben. Aufatmen sei angesagt. Die Erfolgsgeschichte der AfD könne weitergeschrieben werden. So eine gängige Einschätzung. Nichts ist falscher als das – und gefährlicher! Die Wahl von Kramp-Karrenbauer ist kein Glücksfall für die AfD, sondern eine Katastrophe.

Kramp-Karrenbauer wird die CDU noch weiter an die „städtischen Milieus“ heranführen, also jene Besserverdiener, die etwas für ihr Gewissen zu tun, indem sie regelmäßig an Brot-für-die-Welt und Greenpeace spenden,  und die vor jeder Wahl überlegen, ob sie die CDU oder nicht besser die Grünen wählen sollen.

Kramp-Karrenbauer wird die CDU noch weiter entkernen und an den linksliberalen Ungeist anpassen. Bald wird eine konservative Kultur- und Gesellschaftspolitik in der CDU nicht einmal mehr in Spuren nachweisbar sein. Widerstände gegen die Masseneinwanderung in den eigenen Reihen werden konsequent ausgetilgt. Die CDU unter Kramp-Karrenbauer wird dafür sorgen, daß der Bevölkerungsaustausch stetig weitergeht und wird durch ein Einwanderungsgesetz voller „klarer Regeln“ Einwanderung nach Deutschland noch einfacher machen, also sie ohnehin schon ist: safe, orderly and regular, ganz so, wie es der UN-Migrationspakt will.

Die Wahl von Kramp-Karrenbauer schadet allen und nützt niemandem – ausgenommen die Deutschlandabschaffer und die Deutschlandausbeuter, die Profiteure der Asylindustrie und die Migrationsgewinnler, die internationale Finanzwirtschaft, diverse Lobbyisten und Globalisten.

Der einzige Unterschied: All das wird künftig vielleicht etwas kantiger kommuniziert als unter Merkel. Während Merkel noch etwas Weiches und Mütterliches ausstrahlte – trügerisch zwar, aber zur Täuschung des Volkes nicht ganz untauglich – ist Kramp-Karrenbauer nur noch Schreckschraube, deren Name ein Romanautor nicht hätte besser wählen können, um ihren Charakter auszudrücken.

Wie dem auch sei: Die CDU wird weiter Mitglieder verlieren und viele dieser Mitglieder werden in die AfD drängen. Wohin sollen sie auch sonst gehen, wenn sie ihre alte CDU wiederhaben wollen? Pazderski fordert diese Klientel schon förmlich zum Eintritt in die AfD auf. Ein schwerer Fehler! Was sollen uns diese Mitglieder bringen außer Masse? Wer nur gegen Kramp-Karrenbauer oder Merkel ist, der ist noch lange keine Alternative für Deutschland.

Diese Mitglieder werden in der AfD das Gegenlager zu den Sozial-Patrioten stärken, also all jene, die durch den kleinsten gemeinsamen Nenner zusammengehalten werden, Björn Höcke aus der Partei werfen und im übrigen groß Karriere machen zu wollen. Transatlantische und neoliberale Positionen werden gestärkt. Positionen, die mit dem Establishment in Konflikt bringen, werden marginalisiert. Die AfD wird, wenn es so läuft, mehr und mehr Positionen übernehmen, wie sie die CDU gestern noch vertreten hat. Die AfD wird morgen Positionen vertreten, wie sie die CDU heute noch vertritt, aber morgen aufgibt. Die AfD bildet dann so etwas wie die Nachhut beim Drift der CDU in Richtung eines linksliberalen, globalistischen und antideutschen Milieus. Sie sichert diesen Drift ab, dient der Stabilisierung des Parteiensystems, verhindert, daß sich die Unzufriedenheit eruptiv entlädt. Die AfD erfüllt damit eine ähnlich Funktion bei der Abschaffung Deutschlands, wie die PDS-Linkspartei bei der Abwicklung der DDR: Unzufriedenheit bündeln und politisch neutralisieren!

Klammheimlich erledigt die AfD dann all jene Positionen, die dem ultraliberalen, globalistischen und antideutschen Establishment gefährlich werden könnten. Vergleichbar der PDS-Linkspartei, die in den 90er Jahre als Müllhalde der SPD fungierte und deren sozialstaatlichen Konzepte aus den 70er Jahren, die immer noch Anhänger hatten, ein paar Jahre pflegte, um sie dann zu erledigen, wird eine AfD, die der CDU hinterherrennt, all das, was an konservativer und patriotischer Politik für das Establishment inakzeptabel ist, entsorgen oder so ummodeln, daß es akzeptabel wird. Ein Einwanderungsmodell mit „klaren“ Regeln wird dann unter Umständen als Erfolg der AfD verkauft.

Es kann keinen Zweifel daran geben, daß dieser Ruck durch Deutschland gestoppt werden muß. Die AfD muß der Bremsklotz sein, der diese Verschiebung aufhält – ein Pflock im Parteienspektrum der Bundesrepublik. Und deshalb brauchen wir jetzt keine Extraeinladungen an Ex-CDU-Mitglieder, wir brauchen einen Aufnahmestopp für Ex-CDU-Mitglieder, die nach November 2018 ausgetreten sind!

Übrigens: Mit Merz sähe das alles anders aus. Als neoliberaler Finanzlobbyist und Globalist hat Merz im Grunde die gleiche Agenda wie Kramp-Karrenbauer, er hätte diese Agenda aber mit konservativer Folklore verbrämt und hätte zumindest den kultur- und gesellschaftspolitischen Drift der CDU aufgehalten. Der Neo-/Pseudokonservatismus à la Merz ist zwar auch nur eine andere Art, den nützlichen Idioten des internationalen Finanzkapitals zu spielen. Jedoch wäre dadurch der Anpassungsdruck auf die AfD Richtung Establishment bedeutend abgeschwächt worden. Eine – sehr grob gesprochen – nach „rechts“ driftende CDU hätte die AfD vor die Aufgabe gestellt, sich von einer solchen pseudokonverservativen CDU abzugrenzen, indem sie ihr echt konservatives, patriotisches Profil schärft.  Merz hätte uns dazu gebracht, die richtigen Fragen zu stellen und die richtigen Antworten zu finden, anstatt uns bei einem bloßen Zuwachs an Wählerstimmen, der aber mit keiner qualitativen Steigerung verbunden ist, zu beruhigen. Merz mit seiner dezidiert neoliberalen Agenda hätte es der AfD leicht gemacht, eine tragfähige Sozialpolitik zu entwickeln. Die AfD hätte ihren systemkritischen Charakter gestärkt und sich weiter in die richtige Richtung entwickelt – und eben deshalb durfte Merz es nicht werden.

 

Hans-Thomas Tillschneider

 

 

 

 

 

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