PATRIOTISCHES CHRISTENTUM! Syrien zeigt, wie’s geht!

Aus Anlaß der Einsetzung eines kirchlichen Würdenträgers in sein Amt hat der Patriarch der rum-orthodoxen Kirche (eine Denomination des vielfältigen syrischen Christentums) politische Aussagen gemacht, wie wir sie in Deutschland von unseren Kirchenvertretern nie hören würden.

Er sprach von der Liebe zur Heimat, von der Notwendigkeit, die Heimat zu verteidigen und die eigene Kultur auch in der Zukunft zu bewahren. Außerdem bekräftigte er den Willen der syrischen Christen, ihr Land (anders als die sog. „Flüchtlinge“) nicht im Stich zu lassen.
Nicht sich sofort aus dem Staub zu machen, wenn es unangenehm wird, sondern die eigene Heimat zu verteidigen – das ist die erste Christenpflicht!

Hier der Bericht: Et audiatur altera pars – Berichte aus Syrien (13)

Der Patriarch Jasidschi: Der Terror macht uns keine Angst! Hier sind wir geboren, hier sterben wir!

Seine Seligkeit, Patriarch Johannes X., Patriarch von Antiochien und des übrigen Ostens der rum-orthodoxen Kirche, bekräftigte daß die Syrer den Terror nicht fürchten, in ihrem Land bleiben, arbeiten und wie mit einem gemeinsamen Herzen für das Wohlergehen ihres Landes beten.

Der Patriarch Jasidschi sagte während der Feier zur Einsetzung des Erzbischofs Anasthasius Fahd als Metropolit der rum-orthodoxen Kirchenprovinz Latakiya und Umkreis: „Wir sind die Söhne dieses Landes … hier sind wir geboren, hier leben wir und hier werden wir sterben. Wir beten wie mit einem gemeinsamen Herzen für das Wohlergehen und die Stabilität unseres Landes und die Rückkehr von Sicherheit und Ruhe in das ganze, das einige Syrien.“

Er fügte hinzu, daß „wir, solange wir Kinder von solcher Kraft und Schönheit in allen syrischen Städten sehen, wir die Zukunft nicht fürchten. Alles, was wir erleben müssen an Terror, Zerstörung, Intoleranz und Entführung, mag sie auch so lange dauern wie die Entführung unseres Bischofs von Aleppo, macht uns keine Angst. ….Wir bleiben hier.“

Seinerseits wies Bischof Fahd darauf hin, daß „die Pflicht gegen unser Land, unserer Heimat, unsere Erde, unsere Existenz und unseren Glauben schwer wiegt, damit wir die bleiben, wie wir waren und auch in Zukunft so sein werden. Wir lieben unsere Erde bis zum Tod. Wir gehören zur Erde, auf der wir geboren wurden und leben, deren Wasser wir trinken, deren Sprache wir sprechen und auf der wir unsere Kultur bauen. Wir bleiben, um ihre Würde zu verteidigen und werden in ihr begraben!“

Er fügte hinzu: „Wir sind ein freundliches Volk, eine Nation des Friedens und der Kultur, … die Söhne des Erleuchtung und der Rechtleitung und die Freunde von Wissen und Bildung. Wir werden immer unseren Brüdern im Vaterland beistehen bei der Bewahrung der Würde unseres Landes und werden unserem Volk mit all seinen verschiedenen Gruppen dienen.“

An dem Gebet beteiligten sich Bischöfe aller Bezirke, Bischöfe aus dem Libanon und aus der Diaspora, weiterhin Vertreter anderer christlicher Kirchen, eine Reihe von Priestern und Diakonen.

Dr. Muhsin Bilal, ein Mitglied des Vorstandes der örtlichen Gliederung der arabisch-sozialistischen Baath-Partei, Ibrahim Khadar as-Salim, der Gouverneur der Provinz Latakia, der Polizeipräsident der Provinz, der Sekretär der Abteilung der Baath-Partei an der Tishrin-Universität, einige Mitglieder des Volksrates und soziale Aktivisten nahmen an der Veranstaltung teil.

Die heilige antiochische Versammlung hatte bei ihrer neunten ordentlichen und zehnten außerordentlichen Sitzung, die unter Vorsitz des Patriarchs Jasidschi vom 26. bis 30. April abgehalten wurde, den Bischof Fahd zum Metropoliten des Kirchenbezirks Latikia und Umgebung gewählt.

Bischof Fahd wurde 1965 in Latakia geboren. Er ist Absolvent der agrarwissenschaftlichen Fakultät der Tishrin-Universität. Bis 1993, als er sich theologischen Studien in Griechenland widmete, arbeitete er für staatliche Einrichtungen. 1997 wurde er als Mönch und Diakon im Kloster des Heiligen Georgius ordiniert und als Priester und Archimandrit im selben Kloster im Jahr darauf. Er diente in einer Reihe von Kirchenbezirken. 2011 wurde er zum Bischof gewählt. Er diente als Hilfsbischof in Tartus und bis 2018 als Vorsteher des Kloster Mar Elias.

https://www.sana.sy/?p=748399

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden. Weitergehende Informationen und Einstellungsmöglichkeiten finden Sie in der „Datenschutzerklärung“: https://hans-thomas-tillschneider.de/impressum

Schließen