Wenig Interesse an MINT-Fächern in Sachsen-Anhalt!

Tillschneider: Ursache ist mangelnde Leistungsbereitschaft!

Gemeinsam mit Wissenschaftsminister Willingmann hat der Präsident des Statistischen Landesamtes, Michael Reichelt, mitgeteilt, dass sich immer weniger Studienanfänger für ein MINT-Fach, also für ein Studium der Mathematik und Natur- bzw. Ingenieurwissenschaften sowie der Informatik, entscheiden. Das Land liegt mit 31 Prozent Studenten in diesem Bereich hinter dem bundesdeutschen Durchschnitt von 38 Prozent zurück.

Dazu erklärt Dr. Hans-Thomas Tillschneider, Sprecher für Bildung, Kultur und Wissenschaft der AfD-Fraktion Sachsen-Anhalt: „Es wäre ein Fehler, die Ursache für das geringe Interesse an MINT-Fächern in einer Abneigung speziell gegen die Naturwissenschaften zu sehen und dem nun mit mehr Werbung für die MINT-Fächer oder gar Gendermaßnahmen entgegenwirken zu wollen. Die Gründe liegen im Bildungssystem generell. Galten die Naturwissenschaften im Gegensatz zu den Geisteswissenschaften schon seit jeher als die exakten Wissenschaften, weil sie über einfacher objektivierbare Erkenntnismaßstäbe und damit bessere Möglichkeiten der Leistungsmessung verfügen, so hat sich dieses Gefälle in den letzten Jahrzehnten noch verschärft. Durch Fehlentwicklungen, wie insbesondere die sog. Dekonstruktion, gleiten die Geisteswissenschaften zunehmend in völlige Beliebigkeit ab, mit der Folge, dass Leistung kaum noch gemessen werden kann und sich diese Fächer so mit weniger Anstrengung absolvieren lassen. Das wissen die Studienanfänger. In der Krise der Naturwissenschaft findet somit die generelle Krise des Bildungssystems Ausdruck, die in nachlassender Leistungsbereitschaft und kontinuierlich sinkendem Leistungsniveau besteht. Eine Stärkung des Leistungsgedankens im Bildungssystem, wie es die AfD-Fraktion immer und immer wieder gefordert hat, würde folglich ganz von selbst dazu führen, dass wieder mehr Studienanfänger sich für die Naturwissenschaften begeistern. Was die Altparteien vorschlagen, führt dagegen wie üblich am Kern der Sache vorbei.“